Projektschulen in Berlin

Leonardo-da-Vinci-Gymnasium und Gail S. Halvorsen Schule

Im Jahr 2019 durften wir zwei weitere Schulen in Berlin im Antidiskriminierungsnetzwerk Schule der Vielfalt begrüßen: das Leonardo-da-Vinci-Gymnasium und die Gail S. Halvorsen Schule. Damit hat Berlin nun bereits drei Schulen der Vielfalt!

Beide neuen Schulen feierten den Auftakt mit einem Schulfest, auf dem die Plakette von Schule der Vielfalt feierlich enthüllt wurde. Schüler_innen gestalteten die Feste mit musikalischen Beiträgen, einer Ausstellung, Regenbogenmuffins und einem Spendenlauf. Als Landeskoordination von Schule der Vielfalt in Berlin freuen wir uns darauf, die Schulen von nun an in ihrem Prozess zu begleiten, und sie dabei zu unterstützen, an einer diskriminierungskritischen Schule zu arbeiten.

Denn die beiden Schulen signalisieren durch ihren Beitritt, dass sie sich zukünftig weiter verbindlich gegen Diskriminierungen einsetzen, besonders aufgrund der sexuellen Orientierung und des Geschlechts bzw. der Geschlechtsidentität. Ziel ist es, kontinuierlich für ein Miteinander zu kämpfen und gemeinsam Strukturen zu schaffen, in denen Diskriminierung jeglicher Art keinen Platz hat.

Bericht in der Berliner Woche über das Leonardo-da-Vinci-Gymnasium

Die Fritz-Karsen-Schule ist erste „Schule der Vielfalt“ in Berlin

„Come in – Wir sind offen: lesbisch, schwul, bi, hetero, trans*, inter*, cis, queer“: Dieses Schild hat die Fritz-Karsen-Schule bei ihrem Schulfest im Juni 2018  am Schulgebäude enthüllt. Damit ist sie die erste Schule in Berlin (und deutschlandweit die erste Schule mit Grundstufe), die sich dem Netzwerk „Schule der Vielfalt“ anschließt.

Die Gemeinschaftsschule in Neukölln signalisiert so, dass sie sich verbindlich gegen Diskriminierungen einsetzt, besonders aufgrund der sexuellen Orientierung und des Geschlechts bzw. der Geschlechtsidentität. Im Rahmen des Schulfestes der Fritz-Karsen-Gemeinschaftsschule haben Lehrkräfte und Schüler_innen von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt als Thema an ihrer Schule berichtet. Queere Kunstaktionen und eine gehisste Regenbogenfahne haben zudem das Fest begleitet. 

Warum „Schule der Vielfalt“? Untersuchungen zeigen, dass die Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen und queeren Kindern und Jugendlichen abnimmt, wenn sexuelle und geschlechtliche Vielfalt an der Schule thematisiert wird und wenn Lehrkräfte oder die Schulleitung dazu Position beziehen. Das Netzwerk Schule der Vielfalt, das in Nordrhein-Westfalen bereits auf eine zehnjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann, unterstützt Schulen, sich offen, aktiv und informiert gegen Homo-und Transfeindlichkeit und weitere Diskriminierungen einzusetzen. Nun startet dieses Erfolgsmodell auch in Berlin.

Wir von der Bildungsinitiative Queerformat haben die Landeskoordination von „Schule der Vielfalt“ in Berlin übernommen und unterstützen und begleiten die Netzwerkschulen in ihren Prozessen.

Weitere Informationen, wie Schulen Teil des Netzwerks „Schule der Vielfalt“ werden können, finden Sie hier: https://www.queerformat.de/prozessbegleitung/schule-der-vielfalt/mitmachen/

Bericht im Tagesspiegel:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/gegen-homo-und-transfeindlichkeit-fritz-karsen-schule-in-britz-wird-schule-der-vielfalt/22726456.html

Artikel in der Siegessäule:

https://www.queerformat.de/wp-content/uploads/Schule-der-Vielfalt-Artikel-in-der-Siegess%C3%A4ule-8.18.pdf